Kampagnenset Trion: Vom Skript zum Endprodukt

Ein Bericht aus der Produktion

Trion Wappen"Im Norden umschließt das Ghalgrat-Gebirge ein dichter Wald, der im Westen bis zur Landesgrenze nach Katan'e und im Osten bis zum Derend-Meer reicht. Die Wälder sind ungewöhnlich dicht, und manche Bäume ragen seit dem ersten Zeitalter hier gen Himmel. Zahlreiche Bäche und kleinere Seen befinden sich in den Wäldern nah des Ghalgrats. In den Wäldern gibt es kaum menschliche Siedlungen - bis auf Leet."

So beginnt der Abschnitt über die Waldlande, einen der nördlichsten Teile von Trion. Aber der Text alleine wäre wohl recht trist; hier berichten wir über die Entstehung des Kartenmaterials der ersten deutschen Kampagnenwelt des neuen Rolemaster.

Bevor die erste Karte über ein Land entstehen kann, wird die Welt und der Kontinent geplant. Neben den astrogeometrischen Daten, wie Umfang, Zusammensetzung, etc., stehen Meeresströmungen, Kontinentalplatten und der Drift auf dem Programm. Natürlich geht es nicht darum, eine physikalisch detailierte Beschreibung vorher zu erzeugen - schließlich ist es eine Fantasiewelt! - aber eine gewissen Grundlogik muß die erste Basis sein. Klimatische Strukturen und - sofern vorhanden - geologische Besonderheiten prägen letztlich Kulturen und Völker, bestimmen über Vor- und Nachteile. Dieser erste Schritt ist sicherlich ein aufwendiger und zeitintensiver. Trion Waldlande CDKAn dieser Stelle sei schon auf das bald kommende Handbuch für Spielleiter hingewiesen, welches hierzu eine gute Anleitung für die Erstellung eigener Welten bietet.

Nach dem Grundkonzept folgt ein Feinkonzept. Gebirge, Flüsse usw. werden positioniert. Dabei steht zunächst die Logik im Vordergrund: Wo treffen Kontinentalplatten aufeinander, wo liegen Vulkane usw. Dann folgt die Planung der Städte und Dörfer, der Besonderheiten. Auch dieser Schritt orientiert sich zunächst an der Logik. Städte bilden sich zum Beispiel in der Nähe fruchtbaren Lands. Natürlich ist klar, daß Menschen und alle anderen Völker nicht nur der Logik folgen. Trion ist Teil einer Fantasiewelt und kommt mit einer gewaltigen Geschichte. Diese hat natürlich auch Spuren hinterlassen, und die Lage von Orten, Städten und sogar geologischen Strukturen sind dadurch beeinflußt. Spannungen, Konflikte und Tragödien haben genauso Einfluß auf die Situation, wie Magie und andere phantastische Phänomene.

Es entsteht so - nach hunderten von Stunden - die erste Karte. Diese wird im Laufe der Zeit verfeinert. Testspieler erleben bereits Abenteuer in der neuen Kampagnenwelt, und es findet schon während der Produktionsphase eine ständige Kontrolle und Verbesserung statt. Erst wenn alles stimmig ein Gesamtbild ergibt, wird die erste Produktionskarte erstellt.Trion Karte GTDiese ist dann nicht mehr handgezeichnet, nicht mehr ein computergeneriertes und mit hunderten von Anmerkungen und Kaffeeflecken verziertes Etwas, sondern eine digitale Grundkarte. Diese unterliegt dann mehrfachen Kontrollen. Erst jetzt, wenn diese Karte existiert, wird die grafische Endversion mit einem Illustrator besprochen. Dabei wird auf Sonderheiten hingewiesen und geklärt, was erkennbar sein soll und was noch zu entdecken sein wird. Auch hier erfolgt die Arbeit in mehreren Schritten. Am Anfang stehen die Skizzen. Diese sind erfolgt, und Grafikproben sind passiert. Jetzt folgen Farbtests, und dann - am Ende des langen Wegs - ist endlich die Karte fertig.

Diesen Weg, wenn auch mit wesentlich weniger Zeitaufwand, hat bereits das Wappen von Trion hinter sich gebracht. Auch hier stand am Anfang die gesamte Geschichte des Landes, des Volkes, der Nachbarn und der gesamten Welt. Schließlich hat alles seinen Effekt - mehr oder weniger. In der Summe findet sich so etwas dann auch in einer so einfachen Sache wie einem Wappen wieder. Die Symbolkraft eines Wappens ist meistens sehr hoch, und die Erschaffer des Wappens wußten das.

Lesen Sie demnächst mehr über die Produktionsarbeit am Trion-Kampagnenset.

Link Link zum aktuellen Status der Produktion.



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