Riesenspinnen

Kleinere/Größere/Gigantische

Rolemaster RiesenspinneStufe: 3C/8F/20G
Größe: K/M/G
Bewegungs-, Angriffsgeschwindigkeit: Durchschnittlich schnell (DS), Schnell (S)/DS,S/S, Sehr schnell (SS)
Grundbewegungsweite: 20m / 26m / 30m
Max Geschwindigkeit: Schneller Sprint / Sprint / Spurt
Bonus auf Bewegungsmanöver: +30 / +20 / +10
Trefferpunkte: 30D / 160F / 350G
Kritische Treffer: normal / Stufe um eins verringert* / Spezialtabelle für Große Kreaturen, und Benommenheit hat keinen Effekt
RK(DB): 3(30) / 4(40) / 12(60)
Typ. Anzahl: 2-20 / 1-10 / 1
Schätze: Normal / Reich / Außerordentlich Reich
Bonus EP: B / D / J
Angriffe:
Kleinere Kleine Zange +20 / Kleiner Stachel +40 / Gift / Spezial
Größere Große Zange +70 / Großer Stachel +75 / Gift / Spezial
Gigantische Riesige Zange +120 / Großer Hauer +90 / Gift / Zauber / Spezial
Häufigkeit: Selten/ Sehr selten/ Außerordentlich selten
Einstellung (IQ): Hungrig (Instinkte) / Hungrig (Wenig Intelligenz) / Grausam (Hohe Intelligenz)

Beschreibung:Riesenspinnen sind gigantische jagende Arachnoiden; sie sind die größte bekannte Art der Webspinnen (Araneae). Die kleineren von ihnen messen bereits zwischen 30 und 60cm, die größeren von 1,30m bis zu 3m und die gigantischen Vertreter der Art erreichen bis zu 6m Größe. Sicherlich sind die Riesenspinnen nicht natürlicher Herkunft. Doch alle drei Arten sind verwandt - die kleineren und größeren Versionen sind möglicherweise eine Art böse Brut der Gigantischen… ein Fluch auf der Erde.Riesenspinnen verfügen - wie ihre kleinen Schwestern, die meist kaum größer wie eine Hand werden - über acht Augen und somit über ein enormes Sichtfeld. Auch haben sie, dank des lyriformen Organs, die Fähigkeit, Erschütterungen zu spüren. Das Organ befindet sich an jedem ihrer acht Beine und ist auch in der Lage, Schall wahrzunehmen. Die Jägerinnen gehören auf Grund dieser vorzüglichen Sinnesorgane zu den wachsamsten Kreaturen. Wenn man den "üblichen" Spinnen schon Intelligenz und Grausamkeit nachsagt - für die Riesenspinnen gilt dies ausnahmslos. Des Weiteren besitzen sie scharfe Zangenwerkzeuge am Mund und dort angesiedelte Giftdrüsen. Ansonsten aber variieren die einzelnen Arten der Gattung der Riesenspinnen stark. Die meisten sind sicherlich von den Weibchen dominiert - sich nicht gehörig verhaltende Männchen werden sogar regelmäßig von ihren Artgenossinnen gefressen (80% Wahrscheinlichkeit). Häufig verbreitet ist auch eine enorme Regenerationsfähigkeit, die sogar ganze Gliedmaßen nachwachsen lässt (70% der Arten). Viele verfügen über einen gesonderten Giftstachel am Hinterteil (65% der Riesenspinnen), und seltener sind Arten mit Tarnfähigkeiten (sie können die Umgebungsfarbe adaptieren; 2%**).

Lebensstil: Die kleineren und größeren Riesenspinnen jagen und leben in Gruppen, die Gigantischen sind hingegen Einzelgänger. Die kleineren Arten leben in aller Regel in dunklen Wäldern, in denen sie in den Bäumen ihre Netze spinnen. Einigen Gigantischen dienen bisweilen einige der kleineren Artgenossinnen als Wächterinnen oder Bedienstete. Weitaus seltener ist es, daß Orks, Oger oder sogar Dämonen ihnen dienen. Die Gigantischen sind ausnahmslos nachtaktiv. Alle Arten sind Fleischfresserinnen und können in so ziemlich jeder klimatischen Zone angetroffen werden.

Kampf: Zu ihren stärksten Waffen gehören sicherlich die Gifte. Neben einem Lähmungsgift verfügen sie auch über ein Zersetzungsgift. Um ihr Gift zum Einsatz bringen zu können, bedienen sich die Spinnen einer List: Die Bestien lauern in hohen Bäumen oder in Steinspalten und Höhlen, wo sie in ihren komplexen Netzen hängen, die als Fallen fungieren. Die Jagdgruppen errichten diese Fangnetze entlang von häufig genutzten Pfaden. Sie werden so konstruiert, daß die Netze nur einen Eingang haben, nämlich den für das Opfer. Wenn ein Wanderer die tückische Schlucht der klebrigen Spinnfäden unaufmerksam betritt, schließen die Spinnen den Zugang lautlos und schnell hinter ihm: Die Falle ist zugeschnappt. Jeder Versuch, die Netze zu zerschneiden, kostet enorme Zeit. Die Fäden sind stark und klebrig; häufig verfangen sich die Opfer nur noch mehr in den dichten und vielschichtigen Netzen. Dann greifen die Spinnen an. Sie versuchen schnellstmöglich dem Opfer das Lähmungsgift beizubringen (Kleinere: Stufe 2B, Größere: Stufe 4B, Gigantische: Stufe 10B). Die so paralysierten Opfer werden in Kokons aus starkem Spinnfaden eingesponnen. So gefangen werden sie in dunkle Höhlen verbracht oder hoch oben in ihren Bäumen aufgehängt. Dort werden sie bis zum Verzehr gelagert. Kurz vorher injizieren sie dann den Hoffnungslosen das Zersetzungsgift (Kleinere: Stufe 3A, Größere: Stufe 6A, Gigantische: Stufe 20A). Dieses Mittel zersetzt die Innereien zu einer Art Gelee, den die Spinnen dann einfach aus dem gefangenen Körper saugen.

Hintergrund: Die gigantischen Exemplare werden oftmals als Dämonen angesehen (zumindest Teile von ihnen sollen dämonischer Art sein). Offensichtlich sind sie magische Wesen und selbst auch in der Lage, Magie zu verwenden. Ihre sowieso schon hervorragenden Jagdinstinkte und Wahrnehmungsfähigkeiten (die übrigens auch ihren Geruchs- und Gehörsinn beinhalten) ergänzen sie um das Wissen über die Spruchlisten "Wege der Wahrnehmung" (offene Essenz), "Wege der Entdeckung" (offene Essenz) und "Meisterschaft des Geistes" (geschlossene Essenz). Sie erhalten 8 MP pro Stufe. Viele der Gigantischen leben als nachtaktive Einzelgängerinnen in abgelegenen Regionen, wo sie ihre Heimstatt in Höhlen und dunklen Tunneln gefunden haben. Sie leben viele hundert Jahre und verfügen über absolut präzises Wissen über ihre Jagdregion. Außerdem ist es ihnen möglich, jahrelang ohne Nahrung auszukommen. Ihre Fallen sind seit vielen Jahren schon gestellt und haben sich oft auch schon bewährt. Man sagt, daß solche Netze eine wahnsinnige Faszination ausüben und häufig bis zu 100m groß sind. Die vielen Jahre haben schließlich auch geholfen, die Netze und Strategien immer weiter zu verbessern. Ihr Erschütterungssinn nimmt kleinste Veränderungen im Bereich von 30m sofort wahr, und über ihre Netze reicht der Sinn sogar noch um ein Vielfaches weiter.

Aborea: Hartnäckig hält sich die Geschichte über Uzmeda, die Göttin der Spinnen. Sie soll in den südlichen Ausläufern der Kronberge herrschen. Ob es sich tatsächlich um eine Göttin handelt oder "nur" um die größte bekannte Riesenspinne, ist ungewiß. Sicher ist nur, daß es viele Berichte von ganzen Riesenspinnen-Kolonien dort gibt. Erwähnenswert sind auch die Lieder über den Aranarossa, der im Spätsommer von Reisenden gemieden wird. Der Wald ist dann für kurze Zeit voller Spinnweben und langer Spinnfäden, die wie Schleier die Bäume herabhängen.

* Ein kritischer Treffer der Klasse A wird um -20 modifiziert, aus einem "B" wird ein "A", usw.
** Entscheidung des Spielleiters


Jeden Monat stellen wir Ihnen in der Serie "Monster des Monats" ein Monster vor. Die Texte und Bilder sind Auszüge aus dem Monsterhandbuchs, das gerade in Arbeit ist.

Text: SW | Grafik: BL | © 13Mann Verlag 2008


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